Übergänge gestalten

©Berit Kramer
©Berit Kramer
Veränderungen sind ein ständiger Begleiter und sie sind in unterschiedlichem Ausmaß aktiv. Veränderungen geben Systemen die Chance, sich neu zu ordnen, sich weiter zu entwickeln und (eine) neue Ebene(n) zu schaffen.
Manchmal verlaufen diese Veränderungen am Rande mit, manchmal geht es holprig zu, manchmal ist es anstrengend, manchmal leicht, .....
Weit vor der Veränderung gibt es einen inneren Zustand, der signalisiert, dass das Bisherige nicht mehr funktioniert, es wird anstrengend, zäh und ein Gefühl der Unzufriedenheit ist spürbar - all das (und wahrscheinlich auch noch andere Gefühle) ist im Inneren wahrnehmbar, spürbar. Mache ich mir das nicht bewusst, dann passiert es, dass mich irgendwann äußere Umstände (massiv) dazu zwingen, hinzusehen und in die Veränderung zu gehen.
Hat sich eine Veränderung ereignet, dann hat es vorher ganz viele Übergänge gegeben. Denn je nachdem wie groß und/oder schwerwiegend für mich persönlich diese Veränderung ist, braucht es Zeit, damit ich innerlich mitkomme, sodass ich es auch im Inneren wirklich verstanden bzw. gefühlt habe.
Für mich fühlt sich eine gelungene Veränderung im Inneren ruhig und friedvoll an, als hätte sich in meinem Inneren etwas 'gesetzt' und es fühlt sich auch satt, frei, erdend und gleichzeitig leicht an.
Mit dem Bewusstsein (ich bin mir meiner bewusst) und der Aufmerksamkeit für Veränderungsprozesse kann ich diese auch aktiv gestalten, d.h., sogenannte Übergänge bewusst schaffen. Diese Übergänge können Rituale sein. So gestalte ich bspw. ein tägliches Ritual, um in den Tag zu starten oder um mich auf das Zubettgehen vorzubereiten. Eines der Rituale könnte sein, dass ich ein Erfolgsbuch schreibe oder aufschreibe, was mir gerade durch den Kopf geht (dabei muss es keinen Sinn ergeben) oder ich trinke ganz bewusst eine Tasse Tee etc. Und ich kann immer mal wieder überprüfen, ob mir diese Rituale gut tun oder ob es einer kreativen Anpassung bedarf. Diese Übergänge und damit auch die Veränderung können ganz kreativ im eigenen Ermessen, in der eigenen Weise und im eigenen Tempo gestaltet werden. D.h., es kann auch ein ausprobieren sein. Was passt, was passt nicht oder nur zum Teil, wie fühlt es sich stimmig an.

Woran merkst Du, dass es Zeit für eine Veränderung ist?

Wie gestaltest Du Deine Veränderungsprozesse?

Welche Übergänge sind Dir bewusst?




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