Loslassen - in Liebe gehen lassen

© sanderstock
'Loslassen' - dieses Wort ist so leicht gesagt, und gleichzeitig ist es oft so schwer. Je nach Gemütsverfassung ist es schon schwer, wenn ein wunderschöner Tag zu Ende geht. Menschen gehen zu lassen bzw. los zu lassen, die einem nah sind oder waren, ist ungleich schwerer. Wir haben viele schöne Momente erlebt, haben viel voneinander und übereinander erfahren und gelernt, es gab Streit, Unstimmigkeiten, Versöhnung, sich nah sein, Liebe. Und egal, warum das Loslassen erforderlich ist, etwas zerbricht im Inneren und eine Lücke entsteht. Und jetzt? Trauer, Schmerz und den Weg finden, weiter zu machen mit den Erinnerungen und Erfahrungen, die der Mensch mit geprägt hat.
Wie viel Trauer ist notwendig, ist richtig? Wann ist es noch Trauer, und wann ist es ein Festhalten und stehen bleiben?
Und dann kommen Fragen auf, wie: Habe ich in dieser zwischenmenschlichen Beziehung genug gegeben? Hätte ich besser und mehr zuhören sollen? War ich oft genug für diesen Menschen da? Und meine Antwort ist: Ja, ich habe mein Bestes gegeben. Ich bin auf den Menschen zugegangen, habe den Geschichten gelauscht, Erfahrungen geteilt, und wir waren füreinander da. Vielleicht hätte ich diesen Menschen noch mehr in den Arm nehmen sollen...
Ich glaube, es gilt, die Erinnerungen zu wahren, die Erfahrungen zu nehmen, um es besser, anders oder genauso zu machen, zu trauern, zu leben und immer wieder in kleinen Schritten Abschied zu nehmen. Und vielleicht hilft es, eine Kerze anzuzünden, Erinnerungen lebendig werden zu lassen, einen Abschiedsbrief zu schreiben, bewusstes atmen und erden,... und auch immer wieder die Trauer bewusst zuzulassen.
Wie ist Dein Weg des Loslassens?



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