Loslassen - in Liebe gehen lassen

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'Loslassen' - dieses Wort ist so leicht gesagt, und gleichzeitig ist es oft so schwer. Je nach Gemütsverfassung ist es schon schwer, wenn ein wunderschöner Tag zu Ende geht. Menschen gehen zu lassen bzw. los zu lassen, die einem nah sind oder waren, ist ungleich schwerer. Wir haben viele schöne Momente erlebt, haben viel voneinander und übereinander erfahren und gelernt, es gab Streit, Unstimmigkeiten, Versöhnung, sich nah sein, Liebe. Und egal, warum das Loslassen erforderlich ist, etwas zerbricht im Inneren und eine Lücke entsteht. Und jetzt? Trauer, Schmerz und den Weg finden, weiter zu machen mit den Erinnerungen und Erfahrungen, die der Mensch mit geprägt hat.
Wie viel Trauer ist notwendig, ist richtig? Wann ist es noch Trauer, und wann ist es ein Festhalten und stehen bleiben?
Und dann kommen Fragen auf, wie: Habe ich in dieser zwischenmenschlichen Beziehung genug gegeben? Hätte ich besser und mehr zuhören sollen? War ich oft genug für diesen Menschen da? Und meine Antwort ist: Ja, ich habe mein Bestes gegeben. Ich bin auf den Menschen zugegangen, habe den Geschichten gelauscht, Erfahrungen geteilt, und wir waren füreinander da. Vielleicht hätte ich diesen Menschen noch mehr in den Arm nehmen sollen...
Ich glaube, es gilt, die Erinnerungen zu wahren, die Erfahrungen zu nehmen, um es besser, anders oder genauso zu machen, zu trauern, zu leben und immer wieder in kleinen Schritten Abschied zu nehmen. Und vielleicht hilft es, eine Kerze anzuzünden, Erinnerungen lebendig werden zu lassen, einen Abschiedsbrief zu schreiben, bewusstes atmen und erden,... und auch immer wieder die Trauer bewusst zuzulassen.
Wie ist Dein Weg des Loslassens?



Achtsamkeit - aus Liebe zu Dir selbst

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‚Achtsamkeit‘ ist u.a. im Yoga ein häufig verwendetes Wort. Was bedeutet es überhaupt? Für mich steht es immer in Verbindung mit Bewusstsein / Bewusstheit. Das heißt bspw., bewusstes und achtsames Entscheiden und Handeln, im Moment sein, sich auf eine Sache konzentrieren - ohne Ablenkung, ohne ‚Multitasking‘.
Es bedeutet, sich auf sich selbst konzentrieren, wahrnehmen, fühlen, und das wertfrei - die eigenen Bedürfnisse für wahr nehmen, das eigene körperliche und emotionale Befinden für wahr nehmen, sich selbst wahr und damit ernst nehmen. Es braucht nicht viel Zeit bei der Umsetzung - nur die bewusste Entscheidung dafür!

Was bedeutet Achtsamkeit für Dich? In welchem Bereich Deines Lebens praktizierst Du sie schon? Was möchtest Du noch verändern?

Die einfachste Übung ist, immer wieder die eigene Atmung wahr zu nehmen - setze Dich bequem auf einen Stuhl, stelle die Füße bewusst auf den Boden, und spüre, wie sie den Boden berühren. Wandere durch Deinen Körper, und nimm wahr, wie er sich anfühlt (wertfrei). Achte dann auf Deinen Atem, und hol' Dich immer wieder achtsam zurück zu Deiner Atembeobachtung.

Viel Spaß bei der Umsetzung! 😉