Und ich gehe MEINEN Weg!

Ich bin geprägt von meiner Vergangenheit - meiner Familie, meinen Freunden, den Erziehern und Lehrern, den Menschen, denen ich im Laufe meines Lebens nur einmal oder öfters begegnet bin. Ich habe es immer allen recht machen wollen, habe mich so verhalten, wie ich dachte, dass ich so (mehr) Anerkennung bekomme und die Erwartungen erfülle. Ich war angepasst, und habe in der Jugend ein nur bisschen rebelliert.
Mit meinem Berufswunsch habe ich mich (gefühlt) das erste Mal richtig durchgesetzt. Danach habe ich viel ausprobiert - innerhalb und außerhalb meiner Komfortzone, und bin über eine sehr gute Freundin dazu gekommen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, mich genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich habe viele Methoden und Techniken kennengelernt, die mich mal mehr mal weniger weiter gebracht haben - und immer wieder eine Stück näher zu mir, zu meinem Weg, zu meinem Leben.
Heute - nach 16 Jahren Arbeit an mir - weiß ich aus dem tiefsten Inneren, dass ich mich wirklich auf meinem Weg befinde. Ich habe meine Berufung gefunden, und bin mit Begeisterung dabei. Ich habe zu einem großen Teil Frieden mit mir und meiner Vergangenheit geschlossen. Ich achte so gut wie möglich auf mich, meine Bedürfnisse und verfolge meine Ziele und Träume.
Meine Vergangenheit hat mich bis hierher gebracht, denn ich nehme das mit, was mich weiter bringt und alles andere lass' ich in Dankbarkeit hinter mir. Die Vergangenheit ist ein guter Barometer, damit ich weiß, was ich bis heute erreicht habe.
Ich gehe MEINEN Weg, und ich fühle mich wohl damit, mir geht es gut mit mir selbst.

Ich danke insbesondere meiner Familie und meinem Partner für Ihre immerwährende Unterstützung!!!



Loslassen - in Liebe gehen lassen

© sanderstock
'Loslassen' - dieses Wort ist so leicht gesagt, und gleichzeitig ist es oft so schwer. Je nach Gemütsverfassung ist es schon schwer, wenn ein wunderschöner Tag zu Ende geht. Menschen gehen zu lassen bzw. los zu lassen, die einem nah sind oder waren, ist ungleich schwerer. Wir haben viele schöne Momente erlebt, haben viel voneinander und übereinander erfahren und gelernt, es gab Streit, Unstimmigkeiten, Versöhnung, sich nah sein, Liebe. Und egal, warum das Loslassen erforderlich ist, etwas zerbricht im Inneren und eine Lücke entsteht. Und jetzt? Trauer, Schmerz und den Weg finden, weiter zu machen mit den Erinnerungen und Erfahrungen, die der Mensch mit geprägt hat.
Wie viel Trauer ist notwendig, ist richtig? Wann ist es noch Trauer, und wann ist es ein Festhalten und stehen bleiben?
Und dann kommen Fragen auf, wie: Habe ich in dieser zwischenmenschlichen Beziehung genug gegeben? Hätte ich besser und mehr zuhören sollen? War ich oft genug für diesen Menschen da? Und meine Antwort ist: Ja, ich habe mein Bestes gegeben. Ich bin auf den Menschen zugegangen, habe den Geschichten gelauscht, Erfahrungen geteilt, und wir waren füreinander da. Vielleicht hätte ich diesen Menschen noch mehr in den Arm nehmen sollen...
Ich glaube, es gilt, die Erinnerungen zu wahren, die Erfahrungen zu nehmen, um es besser, anders oder genauso zu machen, zu trauern, zu leben und immer wieder in kleinen Schritten Abschied zu nehmen. Und vielleicht hilft es, eine Kerze anzuzünden, Erinnerungen lebendig werden zu lassen, einen Abschiedsbrief zu schreiben, bewusstes atmen und erden,... und auch immer wieder die Trauer bewusst zuzulassen.
Wie ist Dein Weg des Loslassens?



Achtsamkeit - aus Liebe zu Dir selbst

© mickyso - Fotolia
‚Achtsamkeit‘ ist u.a. im Yoga ein häufig verwendetes Wort. Was bedeutet es überhaupt? Für mich steht es immer in Verbindung mit Bewusstsein / Bewusstheit. Das heißt bspw., bewusstes und achtsames Entscheiden und Handeln, im Moment sein, sich auf eine Sache konzentrieren - ohne Ablenkung, ohne ‚Multitasking‘.
Es bedeutet, sich auf sich selbst konzentrieren, wahrnehmen, fühlen, und das wertfrei - die eigenen Bedürfnisse für wahr nehmen, das eigene körperliche und emotionale Befinden für wahr nehmen, sich selbst wahr und damit ernst nehmen. Es braucht nicht viel Zeit bei der Umsetzung - nur die bewusste Entscheidung dafür!

Was bedeutet Achtsamkeit für Dich? In welchem Bereich Deines Lebens praktizierst Du sie schon? Was möchtest Du noch verändern?

Die einfachste Übung ist, immer wieder die eigene Atmung wahr zu nehmen - setze Dich bequem auf einen Stuhl, stelle die Füße bewusst auf den Boden, und spüre, wie sie den Boden berühren. Wandere durch Deinen Körper, und nimm wahr, wie er sich anfühlt (wertfrei). Achte dann auf Deinen Atem, und hol' Dich immer wieder achtsam zurück zu Deiner Atembeobachtung.

Viel Spaß bei der Umsetzung! 😉



In 3 Schritten zum Glück - oder wie gebe ich meine Individualität auf?!

Immer wieder lese ich Newsletter- oder Social Media-Artikel, die damit anfangen 'In 3 Schritten zum Glück', '5 Schritte zu mehr Zufriedenheit', 'Mit diesen 4 Maßnahmen haben Sie mehr Geld' usw. Ich lese mir die Artikel durch, natürlich in der Erwartung, dass ich nach diesen 3 Schritten glücklich bin. Ich gehe, wie beschrieben diese Schritte durch, und irgendwie stellt sich der gewünschte und beschriebene Effekt nicht ein. Also überlege ich, was ich in dem Artikel übersehen habe, oder ob ich irgendwo falsch abgebogen bin. Ggf. baue ich für mich noch ein paar kleine Modifikationen ein, und dennoch bin ich nicht glücklicher oder zufriedener als vorher. Gefrustet lege ich den Artikel weg, weil er meinen Erwartungen nicht entspricht, und das durch die Überschrift suggerierte Versprechen ohne Wirkung bleibt.
Die Artikel sind oft gut geschrieben und die Schritte klingen plausibel und gut. Sie sind auch bestimmt passend - eben nicht für mich. Denn sie entsprechen nicht meiner Individualität, sie passen einfach nicht zu mir. Denn es braucht oft noch mehr Schritte, verfeinerte Schritte oder auch komplett andere, um z.B. glücklich oder zufrieden zu sein.
Ich habe mich dann dabei erwischt, dass ich wieder gern eine schnelle Lösung, einen schnellen Weg haben wollte, anstatt hinzusehen, was ich wirklich brauche. Was ist für mich richtig und wichtig, dass ich glücklich und zufrieden bin? Welcher Weg ist diesbezüglich der richtige? Wieviel Zeit gebe ich mir dafür?
In diesem Sinne - wie ist DEIN Weg zum Glück und zu mehr Zufriedenheit?

Was ist wirklich wichtig?

Höher, schneller, weiter, noch perfekter, noch mehr von allem, angepasst ... Der Terminkalender ist voll mit Veranstaltungen, Besprechungen, Arztbesuchen, Treffen mit Freunden und Familie, die Kinder mit ihren Hobbies, der Haushalt, die Haustiere und, und, und. Wir haben kaum noch eine Minute, die nicht verplant ist, oder in der wir uns etwas vornehmen. Ist es das, was Du wirklich willst?
Wann hast Du das letzte Mal einfach nur mal dagesessen und wirklich nichts gemacht? Wann hast Du einfach nur mal die Ruhe genossen oder die Tasse Kaffee oder den Tee? Wir lenken uns mit so viel ab, damit wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen müssen und wirklich einmal hinsehen. Oder dass wir einfach mal loslassen, den Alltag hinter uns lassen.
Diese bewusste Betrachtung und Auseinandersetzung mit uns selbst lässt uns klarer, entschlossener und stabiler werden. Sich selbst ernst nehmen, für wahr nehmen gehen damit Hand in Hand.
Wir sind oft ohne Umschweife bereit, für Andere die Verantwortung zu übernehmen, z.B. ihnen die Dinge aus der Hand zu nehmen, um sie dann selbst zu erledigen. Und was ist mit der Verantwortung uns selbst gegenüber? Wir sind gern dazu bereit, sie in andere Hände zu geben, bspw. dem Physiotherapeuten, dem Arzt, dem Partner etc. Warum? Weil wir uns dann nicht mit uns selbst beschäftigen müssen, denn wir sind ja für die Anderen da und Andere "kümmern" sich um uns. Ist es das, was Du wirklich willst?
Die Verantwortung für Dich zu übernehmen heißt, Entscheidungen zu treffen, die Dir entsprechen, Erfahrungen zu sammeln, die Dich weiter bringen und der/die zu sein, der/die Du wirklich in Deinem tiefen Inneren bist. Der Weg dorthin lohnt sich. Ja, er ist steinig, dornig, auch leicht und manchmal mit Umwegen versehen. Dabei ist jeder Schritt wie ein kleines Ankommen am Ziel. Und es macht Dich innerlich reich. Also - hör' Dir selber zu!
Die Ressourcen für den Weg hast Du zu einem guten Teil in Dir und Unterstützung kannst Du Dir auch von außen holen, durch Meditation, Yoga, Coaching, Aufstellungsarbeit, alternative Heilkunde, etc.

"Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!" [Konfuzius]